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Lange Wartezeiten im Restaurant - ohne den Gast

Geschrieben von
Bookatable by Michelin
, Am
07/09/2017

Der Magen knurrt, das Essen ist längst bestellt, steht aber immer noch nicht auf dem Tisch. Diese Situation hat doch jeder Gast schon das ein oder andere Mal erlebt. Ein Grund einfach zu gehen? Für manche schon!

Laut einer aktuellen Umfrage von Bookatable by Michelin unter 2.900 Kulinarik-Fans verlassen einige schon mal das Restaurant, wenn das Essen nicht zeitig kommt. 

Länger als 20 Minuten und ich bin weg!

74 Prozent der befragten Gäste ist sich einig: länger als 20 Minuten möchte man auf keinen Fall warten. Knapp ein Drittel ist weniger geduldig und empfindet zehn Minuten Wartezeit bereits als Zumutung. Ist dies erwartbar, dann wird direkt nach einer Alternative gesucht. Bereits im Vorhinein versuchen Restaurantgäste Wartezeiten zu vermeiden, indem sie beispielsweise zu Stoßzeiten reservieren, so spart man sich zumindest schon einmal die Wartezeit auf den Tisch.  

Der Hunger wächst, wo bitte bleibt das Essen?

Mit längeren Wartezeiten haben schon viele Gäste Bekanntschaft gemacht. Über die Hälfte (52 Prozent der Befragten) musste schon mal eine Stunde oder länger warten, bis das Essen nach der Bestellung auf dem Tisch stand. Sechs Prozent davon sogar mehr als eineinhalb Stunden. Ist das noch zumutbar? Die meisten Gäste finden: Nein. 60 Prozent sind der Meinung, dass die Wartezeit 30 Minuten nicht übersteigen sollte. Ein Drittel gibt den Gastronomen immerhin noch etwas Aufschub und ist bereit noch bis zu 45 Minuten zu warten. Für mehr als 45 Minuten weisen dann nur noch sechs Prozent Toleranz auf.

Wenn das Essen danach immer noch nicht serviert ist, steht man als Gast schon mal unverrichteter Dinge auf und geht. Die Hälfte aller Befragten aus der Bookatable-Studie hat genau das in der Vergangenheit schon mindestens einmal getan. Wenn das Restaurant allerdings vorab bereits auf eine längere Wartezeit kommuniziert, sind 73 Prozent der befragten Gäste auch gerne bereit zu warten. Ein Mangel an Informationen seitens des Restaurants ist also schwerwiegender als die Wartezeit per se. Schlimmer als die lange Wartezeit ist also, wenn das Restaurant nicht darauf hinweist.

So drückt der Gast auch mal ein Auge zu

Gastronomen schulen ihr Personal am besten so, dass sie den Gast immer ganz offen über Einschränkungen informieren. Ein Aperitif oder eine Vorspeise aufs Haus bringt nämlich 62 Prozent der Gäste dazu, bei längeren Wartezeit ein Auge zuzudrücken. Denn 36 Prozent der in unserer Studie Befragten haben durchaus mehr Verständnis, wenn sie sehen, dass es im Lokal sehr voll ist. Und dann gibt es natürlich auch noch die Gäste, die ohnehin die Ruhe weghaben. Diese 18 Prozent haben keine Probleme damit, einfach auch mal etwas länger zu warten. Bei ihrem Restaurantbesuch steht der Genuss an vorderster Stelle und wenn das Warten dem zugutekommt, dann ist das eben so.

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