1. Startseite
  2. Magazine
  3. Gut zu wissen
  4. Rindchen’s Weinkontor spendiert Wein-Menüs und heiße Tipps

Rindchen’s Weinkontor spendiert Wein-Menüs und heiße Tipps

Geschrieben von
webmaster
, Am
16/10/2017

Seit 40 Jahren ist Gerd Rindchen im Wein-Business tätig. Bereits mit 18 hat er seine ersten Weine verkauft. Heute betreibt der 58-Jährige sehr erfolgreich Rindchen´s Weinkontor mit Schwerpunkt in Hamburg, das unter anderem renommierte Restaurants beliefert. Vom bekannten Elblokal  "das weisse Haus" in Hamburg verlosen wir deshalb 3 tolle Gutscheine im Wert von 128 Euro für ein 5-Gänge-Menü mit ausgewählten Weinen von Rindchen's Weinkontor.  Wie Ihr gewinnt, lest Ihr ganz unten in diesem Interview.

Lena Brenner von Bookatable by Michelin hat mit dem Inhaber von Rindchen’s Weinkontor gesprochen und ihm heiße Wein-Tipps entlockt.

Ein leckeres Dinner und dazu ein schönes Glas Wein. Gerd, wie entscheidet man, welcher Tropfen zum jeweiligen Essen passt?

In dem Moment, in dem man das entscheidet, sollte man idealerweise schon wissen, wie das Gericht schmeckt. Als Faustregel kann man sich aber merken, dass schärfere Gerichte gut zu Weinen mit einem Hauch Restsüße passen und kräftige, schwerer verdauliche Gerichte zu trockenen, herzhaften  Weinen . Egal ob Fisch oder Fleisch aufgetischt wird. Säure hilft auch, etwa ein schöner Riesling. Damit lässt sich das Steak besser verdauen.

Bei der asiatischen Küche beispielsweise muss man zusätzlich darauf achten, dass nicht zu viel Tannin enthalten ist – eine Substanz aus der Traubenschale, die den Geschmack prägt und den Wein etwas herber und kerniger macht.
 

Rindchen’s Weinkontor bietet richtige Wein-Menüs an, die bald auch über Bookatable by Michelin reservierbar sind. Wie genau findet Ihr die perfekten Weine zu einem bestimmten Menü?

Das ist tatsächlich ein richtiger Prozess, der auch nach 35 Jahren noch spannend ist. Wir stimmen die Weine zusammen mit den Winzern und den Restaurants optimal aufs Essen ab. Nur anhand eines Blicks auf die Speisekarte ist das nämlich schwierig, auch wenn man schon mal 3-5 Weine auf dieser theoretischen Basis auswählen kann. Da zudem jeder Koch seine eigene Interpretation der Gerichte hat, vereinbaren wir immer einen Termin zum Probe-Essen. Dabei arbeiten wir dann die verschiedenen Geschmäcker heraus und entscheiden gemeinsam, was optimal passt.

Kannst Du allein am Geschmack einen teuren von einem günstigen Wein unterscheiden?

Nein, das kann man so nicht pauschal sagen. Kauft man im Supermarkt zum Beispiel einen Pinot Grigio für 2,90 Euro und einen für 7,90 Euro, dann kann auch der Günstigere besser schmecken, weil der Teurere eventuell schon länger im Regal steht und nicht mehr so frisch ist. Es gibt außerdem Winzer die sich quasi „unter Wert“ vermarkten und dann gibt es die Tropfen, die per se teuer sind, zum Beispiel Weine aus dem Burgund.

Zahlt man also manchmal allein für den Namen der Anbauregion?

Ja, und nicht immer bekommt der Kunde dafür höhere Qualität. Weine aus Kalifornien und der Schweiz bieten wir bei Rindchen’s Weinkontor zum Beispiel überhaupt nicht an, weil sie aus unserer Sicht kein gutes Preis-Genuss-Verhältnis haben. Absolute Spitzenweine aus Bulgarien bekommt man dagegen bei uns schon für 12 Euro, was viele nicht wissen. Diese Weine könnten auch locker 50 bis 60 Euro kosten.

Welcher deutsche Wein verkauft sich denn derzeit besonders gut in Rindchen’s Weinkontor?

Der Grauburgunder in seinen Varianten ist absolut begehrt und gehört im Moment zu den angesagtesten Rebsorten. Jedes Jahr besuchen wir verschiedene Winzer und Weingüter und haben weit über 800.000 Flaschen Wein selbst cuvéetiert, wir kreieren sie sozusagen aus Fassmustern auch unterschiedlicher Rebsorten selbst. In Deutschland darf man 15 Prozent einer Rebsorte einer anderen Rebsorte zusetzen, ohne es deklarieren zu müssen. So kreieren wir also neue Grauburgunder, indem wir sie beispielsweise mit kleinen Mengen Chardonnay und Weißburgunder paaren – das macht die Weine viel komplexer, animierender und vielschichtiger.

Und was ist mit Riesling?

Der Riesling ist eigentlich die edelste, spannendste und facettenreichste Rebsorte, ist jedoch derzeit nicht so beliebt. Generell gibt es eine merkbare Qualitätsoffensive der deutschen Winzer und auch eine neue Offenheit gegenüber deutschen Weinen beim Konsumenten, denn das altbackende Image ist längst abgeschüttelt. Bis vor 15 Jahre haben die Leute noch eher zum italienischen Wein gegriffen.

Bestellen Restaurants bei Rindchen’s Weinkontor eigentlich dasselbe, was der Endverbraucher für zu Hause kauft?

Restaurants sind natürlich gerne auf der sicheren Seite. Daher greifen sie häufig zum Grauburgunder oder zum Merlot. Denn die wenigsten Restaurants haben Sommeliers, die sich ausschließlich dem Thema Wein widmen. Das übernehmen oft die Service-Kräfte. Endverbraucher, die zu uns zur Weinberatung kommen, sind da doch schon viel experimentierfreudiger.

Welche Vorteile erhofft ihr euch mit der Zusammenarbeit mit Bookatable by Michelin

Bookatable ist für uns eine tolle Plattform, um unsere Wein-Menüs noch mehr zu streuen, die vom Preis-Genuss-Verhältnis wirklich sehr attraktiv sind. Viele unserer Kunden in Hamburg arbeiten beispielsweise bereits mit dem Reservierungstool von Bookatable – über das Portal aber auch auf ihrer eigenen Website. Durch mehr Sichtbarkeit können also noch mehr Kulinarik- und Wein-Fans von den tollen Angeboten profitieren. Die Restaurants selbst steigern so ihre Auslastung.

Was sich wahrscheinlich einige Genießer fragen: Wie lange hält ein Wein nach dem ersten Öffnen?

Generell gilt auch für Rotweine: Am besten im Kühlschrank lagern, höchstens 2 bis 3 Tage und zwar gut verschlossen, bevorzugt mit einem Schraubverschluss. Hinter dem Begriff „Zimmertemperatur“ verbergen sich nämlich eigentlich die „mittelalterlichen“ Temperaturen, also 16 bis 17 Grad. Die ehemaligen Hüter und Träger der Weinkultur, die Mönche, hatten damals auch keine Zentralheizung. Ich rate entsprechend jedem, der im Restaurant einen warmen Wein erwischt, diesen kurz in den Eiskühler zu stecken.

Hast Du selbst jeden Wein probiert, der von Rindchen‘s Weinskontor angeboten wir?

Ja nahezu jeden, da die Hälfte meiner Tätigkeiten tatsächlich auch mit dem Einkauf direkt zu tun hat und wir außerdem sehr viele Weine selbst kreieren.

Hierzulande hat der Herbst begonnen. Gibt es Weine, die besonders gut zu bestimmten Jahreszeiten passen?  

Ja, es gibt auf jeden Fall Klassiker für die jeweilige Saison. Im Sommer, wenn es warm ist und man viel draußen sitzt, sind leichte Weißweine und schöne aromatische Rosé-Weine sehr beliebt. Im Winter dagegen, wenn es kalt und ungemütlich ist, greifen wir gern zu kräftigen Rotweinen, zum Beispiel vor dem Kamin. Dieses Klischee stimmt absolut.

Welche Weine kannst Du für den Übergang im Herbst empfehlen?

Zum Beispiel den trockenen Riesling – Schlossberg vom Weingut Laquai, den Grüner Veltiner DAC Langenlois vom Weingut Weszeli oder den Grauen Burgunder trocken Réserve von der Winzerfamilie Flick. Mein Geheimtipp für die Herbstsaison ist der großartige Cabernet & Merlot Grande Réserve vom Château Haut-Blanville – alle vier Weine sind übrigens für um die 10 Euro erhältlich.

Hast Du zum Abschluss noch Tipps, die man als Konsument beim Weingenuss beachten sollte?

Man sollte Weine nicht tagelang offen stehen lassen, sonst vergammeln sie. Und es empfiehlt sich, sehr gute Weine nicht aus einem ungeeigneten Glas, zum Beispiel mit dickem Rand zu trinken.

 

Und so gewinnt Ihr einen Gutschein für ein 5-gängiges Gourmet-Menü von Rindchen’s Weinkontor im Hamburger Restaurant „das weisse haus“: Likt einfach diesen Beitrag auf der Bookatable-Facebookseite und schreibt uns in den Kommentar, welchen Wein Ihr am liebsten zum Essen trinkt. Falls es über das Gewinnspiel nicht klappt, könnt Ihr Rindchen's Gourmet-Menü auch direkt über Bookatable by Michelin reservieren. 

Mehr tolle Wein-Menüs unseres neuen Kooperationspartners könnt Ihr ab demnächst direkt auf Bookatable by Michelin reservieren!

 

Text: Bookatable by Michelin, Interview von Thomas Bergmann
Bilder: vom Restaurant Der Pschorr

Email