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Balthazar am Spreeufer: Feiner Genuss direkt am Berliner Wasser

Geschrieben von
Bookatable by Michelin
, Am
12/07/2018

Fein zubereitete Küche und das zum fairen Preis gibt es im Balthazar-Restaurant direkt am Spreeufer. Berliner Genuss-Fans lädt das im Guide MICHELIN gelistete Lokal zu weltoffenen Speisen in freundlichem Ambiente ein. Wir haben den Inhaber und Chef de Cuisine zum Interview getroffen.

Bookatable by Michelin erklärt Holger Zurbrüggen vom Balthazar am Spreeufer 2, was genau ein Balthazar-Wein ist. Außerdem verrät er, wie man das richtige Geschirr für Gerichte wählt und welche Adressen in Berlin noch empfehlenswert sind.

Text: Bookatable by Michelin
Bilder: von den Restaurants

Unter Weinkennern gehört eine Balthazar-Flasche zu den Raritäten. Was genau ist daran das Besondere und wieso passt der Name zu Eurem Restaurant?

Die Bezeichnung Balthazar bezieht sich nicht auf den Inhalt, sondern auf die Flaschengröße des Weins. Diese Flaschen, die wir hier im Restaurant unter anderem haben, fassen ganze 12 Liter. Aber wir wechseln natürlich auch regelmäßig unsere Weine. Im Sommer haben wir neben Balthazar auch immer frische Rieslinge oder Sauvignon Blanc. Im Winter setzen wir auf Spätburgunder, Merlot oder Syrah von unterschiedlichen Winzern.

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Und spiegelt sich der Balthazar als Motto auch in Eurem Speiseangebot kulinarisch wider?

Ja, Balthazar steht bei uns nicht nur für die 12-Liter-Flasche. Der Gast kann bei uns auch ein 12-Gang-Menü essen und mit 12 Leuten am Balthazar-Tisch sitzen. Das Genusserlebnis soll ja ein bisschen Spaß machen. Das war an sich der Grund warum wir das Restaurant so benannt haben und deshalb bleiben wir auch nach 12 Jahren unserer Philosophie weiterhin treu.

Der Guide MICHELIN hat Euch mit einem MICHELIN Teller ausgezeichnet. Wenn wir mal von echtem Geschirr sprechen: Auf was für Tellern serviert Ihr welche Speisen?

Das Geschirr muss immer zum Gericht passen. Fisch, wie etwa Seezunge, sollte zum Beispiel  nicht über den Tellerrand hinausragen. Außerdem wähle ich meine Teller gerne passend zur Saison. Im Sommer darf es zum Beispiel mehr Glas sein. Da scheint die Sonne durch und da lacht das Herz. Im Winter wird es dagegen etwas bodenständiger.


 

Das Balthazar liegt direkt am Spreeufer und in der Nähe vom Roten Rathaus. Wie beeinflusst das die Atmosphäre bei Euch im Restaurant?

Trotz der Nähe sind wir auf jeden Fall nicht die Hauskantine vom roten Rathaus (lacht). Auch wenn der Bürgermeister sicher auch schon mal zum Dinner hier war. Wir befinden uns einfach an einem wunderschönen Fleckchen Berlins. An der Spree-Schleuse fahren am Tag 300 bis 400 Schiffe entlang, die man vom Balthazar aus wunderbar beobachten kann. Und dann kommt nächstes Jahr noch das neue Schloss hier ins Nikolaiviertel, mit seinem schon jetzt vielfältigen kulturellen Angebot.

Nach dem Museumsbesuch bekommt man im Balthazar direkt einen eingedeckten Tisch und kann sich zu feinen weltoffenen Gerichten schmackhafte Tropfen aus unserem tollen Weinkeller bestellen. Ich denke, da heben wir uns schon ein bisschen ab von unseren Nachbarn.
 

Mit welchen 3 Worten würdest Du Eure Küche denn beschreiben?

Sehr lecker, Top-Qualität zum fairen Preis und die Küche ist abwechslungsreich.


 

Welches Gericht sollte man von der Balthazar-Speisekarte unbedingt mal probieren?

Das Sashimi vom Lachs oder Thunfisch ist ein Klassiker, den ich aus unserem ehemaligen Lokal am Kurfürstendamm hier rüber gebracht habe. Das Gericht wird mit Mango-Salat, Avocado-Tartar und einer fantastischen Ingwer-Sesam-Vinaigrette serviert.
 

Wer war der interessanteste Gast, der jemals bei Euch essen war?

Im Februar hatten wir den Schauspieler Joaquin Phoenix zu Gast, der schon einige Male für den Oscar nominiert war. Auch Mario Adorf war schon hier, der für mich im deutschen Kino nach wie vor der Schauspieler Nummer 1 ist. Insgesamt haben wir immer mal wieder prominente Besucher, die gerne kulinarisch unterwegs sind. Zum Beispiel den Comedian Oliver Kalkofe, der regelmäßig unser Überraschungsdinner wählt.
 

Ihr arbeitet mit Bookatable by Michelin als Online-Reservierungs-Service. Was hat das für Vorteile?

Vor zehn Jahren hat man einfach noch häufiger zum Telefon gegriffen, um eine Tisch-Reservierung zu machen. Heute ist alles digital. Das verändert zum Teil sogar die Art, wie ich Menüs konzipiere. Durch die Zusammenarbeit mit Bookatable by Michelin gehen wir mit einem Trend, der sich in Zukunft immer weiter durchsetzen wird. Für uns ist das Tool, mit dem wir unsere Reservierungen steuern, vor allem praktisch, weil man auf einen Blick sofort die Auslastung des Restaurants erkennt.
 

Wenn Du privat in Berlin ins Restaurant gehst, wohin gehst Du dann gerne?

Das kommt drauf an. Wenn ich mit meiner Familie essen gehe, dann gehe ich gerne zu Rosario. Das ist mein Stammlokal direkt bei mir um die Ecke. Da gibt es authentische italienische Küche und der Besitzer ist kinderlieb. Er hat immer genau das Richtige zum passenden Zeitpunkt auf der Speisekarte. Unsere Betriebsfeiern haben wir auch alle dort ausgerichtet.

Ansonsten bin ich privat viel kulinarisch unterwegs, dann meist in Sterne-Restauarants. Das letzte Lokal, das ich in dieser Hinsicht besucht habe, war das Restaurant Aqua von Sven Elberfeld im The Ritz-Carlton Wolfsburg. Das gehört für mich zu den besten Restaurants in Deutschland. In Berlin ist es das Lorenz Adlon Esszimmer im Hotel Adlon Kempinski, das ich zu den besten Restaurants zähle.

Vielen Dank für das Interview!

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