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Seafood, Tapas & Buffet im Red Chamber: So geht’s authentisch asiatisch

Geschrieben von
Bookatable by Michelin
, Am
08/01/2018

Im Red Chamber in Hamburg erwartet Gäste authentische asiatische Küche in modernem Stil. Das Restaurant in der Innenstadt setzt auf schmackhaftes Seafood und Tapas zu tollen Weinen. Dahinter stehen Quiyi Chen und seine beiden Brüder, denen auch das bekannte chinesische Lokal Ni Hao und das Copper House gehören.

Mit Bookatable by Michelin hat der Geschäftsführer des Red Chamber über das Besondere an asiatischen Speisen gesprochen. Er verrät außerdem, wie man sie richtig auftischt und mit welchen neuen Angeboten zum Lunch und Dinner das Restaurant punkten will.  
 

Quiyi, Verrätst Du uns, was eine gute asiatische Küche ausmacht?

Für eine gute asiatische Küche sind frische Zutaten sehr wichtig. Das Gemüse zum Beispiel muss nach der Zubereitung noch im eigenen Geschmack und in der Konsistenz erkennbar sein. Neben der Frische ist die Vielfältigkeit entscheidend. In Asien isst man gemeinsam im Stile des Food Sharing. Alle Gerichte sind dabei in der Mitte des Tisches und dann wird geteilt, denn das Zusammenkommen ist ein wesentlicher Teil des asiatischen Lifestyles.
 

Gibt es Gewürze oder andere Zutaten, die in der asiatischen Küche nicht wegzudenken sind?

In Asien verwendet man viel Ingwer. Ein weiteres wichtiges Gewürz ist Sternanis, welchen wir bei der Fleischzubereitung einsetzen. In Deutschland wird diese Art von Anis meist nur bei weihnachtlichen Gerichten eingesetzt. Außerdem sind natürlich Chili, Lauchzwiebeln und Koriander nicht wegzudenken.


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Was unterscheidet asiatische Restaurants hier in Deutschland von denen in Asien?

Ich kenne einige asiatische Restaurants, die meiner Meinung nach zu sehr angepasst sind. Was die Zutaten und Gewürze angeht und auch in Sachen Zubereitung. Die Art, wie die Speisen serviert werden, ist nicht unbedingt authentisch. In Asien gibt es einfach viel mehr Möglichkeiten was die Zutaten betrifft. Die Asiaten haben zum Beispiel Gemüse- und Tierarten, die wir hier in Deutschland gar nicht kennen und die deshalb auch nicht angeboten und gegessen werden.

Außerdem gibt es asiatische Gerichte, die sind im Original so scharf, dass der deutsche Magen überfordert wäre. Anderes könnte von deutschen Gästen als zu süß oder zu salzig empfunden werden. Darauf müssen Restaurants also achten. Trotzdem ist es wichtig, dass man die Gerichte so traditionell wie möglich anbietet und keine halben Sachen macht.

Was macht das Red Chamber so besonders?

Zum einen ist es die Frische unserer Meeresfrüchte-Spezialitäten und des Sushis. Wir haben auch immer wieder tolle Menüs sowie Angebote zu guten Preisen. Außerdem reichen wir eine Tapas-Karte mit vielen kleinen, leckeren Gerichten. Seit Neustem gibt es zusätzlich ein tolles Lunchbuffet sowie abends das „Buffet & Grill", bei dem man sich frische Zutaten selbst zusammenstellt und in unserer Küche grillen lässt.

Unsere Familie ist seit über 20 Jahren aktiv in der Gastronomie. Das Red Chamber ist unser drittes Restaurant in Hamburg und ist ein relativ kleines Lokal mit einem sehr vielfältigen asiatischen Speisenangebot.  Bei allem was wir hier machen, achten wir sehr auf die Qualität und regionale Bezugsquellen.

Hat der Restaurantname eine tiefere Bedeutung?

Ja, Red Chamber stammt aus einem bekannten chinesischen Roman. Das Buch heißt „The Dream of the Red Chamber“, was so viel wie „der Traum der roten Kammer“ heißt. Er gehört zu den vier wichtigsten Romanen des Landes. Ich finde den Namen einfach schön und er passt auch zu unserem Interieur. Das Raumdesign ist etwas dunkler gehalten und in dem Rot gestaltet,  das der Landesfarbe Chinas entspricht.

Was sind Deine drei Empfehlungen, die man unbedingt mal im Red Chamber probieren sollte?

Man sollte bei uns auf jeden Fall das Seafood probieren. Wir bieten viele verschiedene Muschelarten und es gibt immer frisch Austern. Für das Sushi nutzen wir Fisch von höchster Qualität. Ebenso sind unsere Tartars von Lachs und Thunfisch empfehlenswert. Oder das Carpaccio vom Loup de Mer. Als dritte Speise würde ich unseren Klassiker, den gedämpften Bauch vom Susländer Schwein empfehlen. Das Fleisch ist köstlich gewürzt und wird mit fermentiertem Gemüse serviert.

Du hast schon die Bar des Restaurants erwähnt. Asiatische Restaurants verbindet man nicht unbedingt direkt mit ausgewähltem Wein. Werden Weinliebhaber im Red Chamber glücklich?

Unbedingt! Weinliebhabern bieten wir eine attraktive Auswahl. Außerdem servieren wir regelmäßig Wein-Menüs und haben dabei erfolgreiche Kooperationen mit Rindchen‘s Weinkontor.
Darüber hinaus importieren wir auch viele Weine direkt von Winzern aus Südafrika, Südamerika und Deutschland. Langsam fangen wir auch an, zusätzliche Weine aus China aufzunehmen.
 

Wenn Du nicht gerade im eigenen Restaurant isst, welche Restaurants kannst Du sonst in Hamburg empfehlen?

In Hamburg essen wir gerne Steak. Zum Beispiel gibt es in der Hamburger Milchstraße das Butchers oder Theo´s Primes Beef Restaurant. Und am Sonntagnachmittag sind wir gerne im Arizona am Winterhuder Markt, wo wir ganz ungezwungen auch mit den Kindern hingehen können. Allgemein mögen wir ganz normale Restaurants mit gutem Hauswein. Und ansonsten essen wir eigentlich jede Woche mit der Familie im Ni Hao.

Text: Bookatable by Michelin, ein Interview von Iliana Masbach
Bilder: Red Chamber

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