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Top 5 Griechen in Berlin

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17/01/2017

Egal, was in den Zeitungen über die Finanz- und Euro-Krise steht: Griechenland war, ist und bleibt ein tolles Land. Viele von uns haben mit den „Sagen des klassischen Altertums“ die ersten Leseerfahrungen gemacht. Das kulturelle Erbe, das Griechenland verwaltet, ist weltweit einmalig und europäischer als Brüsseler Spitzen.

Und – das sollten dem guten Essen und Trinken zugewandte Menschen wie wir niemals vergessen – beim Griechen „um die Ecke“ haben unsere Eltern mit Gyros, Souvlaki und Retsina begonnen, über den kulinarischen Tellerrand zu schauen und Neuland jenseits von Sauerbraten und Jägerschnitzel zu entdecken. Dafür, dass sie in unser Land gekommen und unsere Vorfahren kulinarisch ans Mittelmeer herangeführt haben, gebührt den Griechen heute noch Dank! Deshalb sollten wir alle bald mal wieder zum Griechen gehen. Zu welchem? Ich stelle Euch heute meine persönliche Top 5 griechische Restaurants in Berlin vor. 1. Pratirio Ich bin selber schuld, dass ich mich im Pratirio immer schwarz ärgere. Jedes Mal, wenn ich dieses Lokal aufsuche, nehme ich mir vor: Jetzt probierst du endlich mal das Moskaraki Galaktos (Milchkalbskotelett vom Grill), von dem alle schwärmen. Und jedes Mal, wenn ich dort einen Tisch reserviere, kann ich nicht anders und bestelle erst mal die geniale zypriotische Meze-Platte: Bis zu 15 kleine Pikila-Schweinereien werden an den Tisch gebracht. Durch die kann man sich dann ab zwei Personen durchfuttern. Mehr geht danach leider auch nicht. Weder das besagte Kotelett noch die angeblich sensationellen Makaronada tou Psara (Linguine mit Meeresfrüchten. Vom sagenhaften hausgemachten Schoko-Soufflé zum Nachtisch ganz zu schweigen. Man sieht und schmeckt: Hier werkelt nicht mehr die Mama in der Küche – im Pratirio wird auf solider griechischer Basis kreativ gekocht. Für mich Berlins bester Grieche! 2. Restaurant "Z" Das „Z“ ist genauso typisch griechisch wie es typisch für Kreuzberg ist. Im Chamisso-Kiez gelegen, atmet dieser Laden geradezu den „radical chic“, der aus dem klassischen Linksalternativen Kreuzberger Flair geworden ist. Benannt ist das Lokal nach dem Film „Z“, einem Klassiker des Polit-Thriller-Genres, der während der Zeit der griechischen Militärjunta spielt. „Z“ bedeutet Zoi, das Leben. Und so spiegeln die die rot umrahmten Backsteinwände, die grünen Stühle und die karierten Tischdecken in dem Berliner Restaurant die griechische Lebensfreude wieder. Hier sitzt man gern und bleibt auch gern hocken, wenn man denn einen Platz findet: Der Laden ist gut besucht bis überlaufen – Reservierung unerlässlich. Was natürlich auch daran liegt, dass hier hervorragend gekocht wird. Wobei der Wirt größten Wert auf Fleisch aus artgerechter Haltung, Biogemüse und Bio-Wein legt. 3. Estiatorion Jevssis Es kann schon mal ein Weilchen dauern, bis man – Esto... Estimo... Erit… – den Namen dieses Restaurants unfallfrei aussprechen kann. Besonders, wenn man während des Trainings den Weinen zuspricht, die der Steglitzer Ausnahme-Grieche anbietet. Kennerisch ausgewählt und fair bepreist, kann sich das Sortiment sehen lassen. Ins Estiatorion Jevssis könnte man auch nur zum Weintrinken hingehen, wenn, ja wenn die Fischgerichte und Meeresfrüchte nicht wären, die Stavros, der selbsternannte „verrückte Koch“ hier anbietet. Sensationelle Kreationen – ich habe hier sogar schon mal Seeigel bekommen. Zum Restaurant gehört ein angenehmer Garten und eine Feinkosttheke, an der man sich mit selbstimportierten griechischen Spezialitäten eindecken kann. Estiatorion! Na Jevssis, geht doch! 4. Medusa Auch das Medusa am Perelsplatz bedient vorwiegend die Nachbarschaft. Die ist in diesem Teil von Friedenau bürgerlich elegant und fühlt sich in dem schönen Gründerzeit-Bau sichtlich wohl. Was nicht zuletzt an der Inneneinrichtung liegt: Hier kann man wändeweise künstlerisch gestaltete Ofenkacheln und Keramikfliesen aus der Frühzeit der industriellen Herstellung bewundern. Und mit der gleichen liebevollen Sorgfalt, mit der diese Sammlung zusammengetragen wurde, geht auch die Küche zu Werke. Auch im Medusa wird auf der klassischen griechischen Klaviatur gespielt, man beschränkt sich jedoch auf wenige, zum Teil kreativ zubereitete Gerichte. Unbedingt die Tageskarte beachten, die Gerichte vom Bio-Lamm sind super! 5. Pigasos Das Pigasos ist die perfekte Übersetzung des „Griechen um die Ecke“ in der Zeit des 21. Jahrhunderts. Wirt Aristoteles lässt sich von den Gästen gern „Tolli“ rufen und verbreitet ansteckend gute Laune. Seine Mutter, die auch die Gäste „Mama“ nennen dürfen, kocht beziehungsweise grillt die griechische Klassik rauf und runter: Gyros, Souvlaki, Bifteki, Stifado, Moussakas ... Alles, was unseren Eltern schon geschmeckt hat, kommt aus der Küche des Pigasos – und bei den Gästen gut an. Der Laden brummt. Im Sommer muss man zeitig da sein, wenn man noch einen Platz auf der Terrasse erwischen will. Und so ganz ohne Ehrgeiz ist Mama in der Küche nicht: Die gebratenen Kalamaria sind zum Niederknien. Die bringt Tolli mir bei jedem Besuch, ohne dass ich sie bestellen muss. Habt Ihr noch weitere Top griechische Restaurants in Berlin auf Lager? Was sind eure Lieblingsgriechen?

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