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Vier kuriose Restaurants in Wien

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, Am 17/01/2017

Vom Genuß über den Wolken bis hin zum Snack im Katzencafé – wir stellen Euch heute vier besondere Restauranterlebnisse in Wien vor.

Dinner in the sky – Genießen über den Wolken

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Eines der vielleicht spektakulärsten Restauranterlebnisse in Wien verspricht das "Dinner in the sky". Serviert wird in 50 Meter Höhe in einer fensterlosen Gourmet-Gondel. Während ein Spitzenkoch und sein Serviceteam von der Mitte der Gondel für das leibliche Wohl der Gäste sorgen, können diese einen atemberaubenden Blick auf das Panorama der Stadt werfen.

Der face-to-face Kontakt mit Köchen, das kulinarische Erlebnis und eine fantastische Aussicht lassen diesen Restaurantbesuch unvergeßlich werden. Gebucht werden kann die Gondel für maximal zweiundzwanzig Freunde, Verwandte oder Geschäftspartner.

Viereck – Creative Fusion Kitchen

Ein Restaurant für unsere schnelllebige Zeit. Eigentlich schaut das Viereck im 1. Wiener Gemeindebezirk aus wie ein ganz gewöhnliches Restaurant auf zwei Etagen. Gegründet wurde das Restaurant von vier Junggastronomen in einem Eckhaus, der Name ist also Programm.

Allerdings ist es ein Etablissement 2.0 – hier wird mittels Tablet bestellt. Wer damit nicht zurechtkommt, kann auch (per Knopfdruck) einen  Kellner zum Tisch rufen. Aber nach ein paar Minuten findet man sich zurecht und kann zwischen den verschiedensten kreativen Fusion-Gerichten auswählen. Zur besseren Untermalung gibt es auch gleich die passenden Bilder mit Zusatzinformationen dazu. Die Küche lädt zur einer kleinen kulinarischen Weltreise ein. Besonderer Tipp: die fruchtigen und interessanten Haus-Limonaden. Das Essen war sehr lecker, wenn auch die Portionen nicht für Riesen gemacht sind.

Uppss … Mein Handyakku ist vom Artikelschreiben fast leer, gut dass es hier eine Aufladestation am Tisch gibt.

Dinner in the Dark

Ein etwas bekannterer Hotspot für ein besonderes Erlebnis ist das „Dinner in the Dark“ im 16. Wiener Bezirk (Huttengasse 83).  Hier wird man in einen komplett dunklen Raum geführt. Auf Wienerisch: wirklich "zappenduster" da drin. Im Dinner in the Dark essen viele, nur das Auge isst hier eben nicht mit. So werden ganz andere Sinne geschärft: Man hört plötzlich viel mehr leisere Alltagsgeräusche, die Nase gibt den Ton an und der Gaumen scheint sensibilisiert zu sein.

Anfangs wird jeder Gast gefragt, was er nicht mag oder ob es Allergien gibt. Danach wird dann ein persönliches Menü serviert, wobei erst am Ende erklärt wird, was man verspeist hat. Das Wort „Blindverkostung“ bekommt hier eine neue Bedeutung. Auch ganz banale Dinge stellen einen vor neue Herausforderungen. Wenn zum beispielsweise ab und zu fällt etwas von der Gabel fällt und man es nicht mal gleich merkt. Wo ist es hin gefallen? Und wo finde ich den nächsten Bissen? 

Oder das Wasserglas scheint plötzlich vom Tisch verschwunden sein. Und taucht nach einer groß angelegten, tapsigen Suche über den ganzen Tisch doch wieder links vom Teller auf. Die Kellner im Dinner in the Dark sind übrigens wirklich blind und man bekommt in der kurzen Zeit des Restaurant-Besuchs einen Mini-Eindruck davon, was für Herausforderungen sie jeden Tag meistern müssen. Fazit: Ein Abendessen im Dunkelrestaurant ist herrlich unterhaltsam und auch eine gute Gelegenheit, um sich seiner Sinne wieder etwas bewusster zu werden.

Katzencafé - Neko

Wirklich sehr skurril: das Katzencafé "Neko" im 1. Bezirk (Blumenstockgasse 5).  In diesem Wiener Café wohnen wirklich Katzen. Die Besitzerin ist eine Japanerin, die diese Idee von ihrem Heimatland hierher geholt hat. Man sollte meinen, dass im schönen Wien mit seiner sehr hohen Haustierdichte ein solches Konzept wohl nicht in besonderer Weise aufgehen mag. Definitiv falsch gedacht! Im Gegenteil: das katzenfreundliche Café, mit einem Kletterparadies an den Wänden, zieht sehr viele Besucher an. Deshalb empfehle ich zu reservieren.

Ein paar Haare am Boden ignoriere ich bei meinem Besuch getrost. Damit war wohl zu rechnen, aber ich bin doch sehr froh, dass mein Essen unter einer hygienischen Glasglocke an meinen Tisch kommt. Außerdem haben die Katzen keinen Zutritt zur Küche. Alle Katzen wurden aus dem Tierschutzhaus gerettet, es heißt also: Kaffee trinken für einen guten Zweck!

Neben erquickenden Säften von österreichischen Bauern, Snacks, japanischen Tee und Kaffee gibt es auf meinem Tisch im Neko auch eine extra Schmusekarte mit der genauen Beschreibung aller vierbeinigen Gastgeber. Außerdem können auch Katzensnacks bestellt werden. Mein Grüntee-Eis unter der Glasglocke scheint die tierischen Café-Bewohner hingegen nicht so zu interessieren. Alles in allem gibt es mit dem Neko ein interessantes neues Restaurant-Konzept in Wien. Ich bin froh, dass man für den Aufenthalt noch keine Stundenmiete wie in Japan zahlen muss.

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