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Leitungswasser im Restaurant: Verpönt oder salonfähig?

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17/01/2017

Trotz einer Vielzahl an neuen Erfrischungsgetränken wird zuhause oft die einfachste, preiswerteste und gesündeste Lösung - das Wasser aus der Leitung - bevorzugt. Beim Restaurantbesuch sieht die Situation in Deutschland jedoch ganz anders aus. Mag es im Ausland wie z.B. in Großbritannien oder Australien selbstverständlich sein ein sogenanntes „Table Water“ zu Deutsch „Tischwasser“ vor der eigentlich Bestellung kostenfrei auf den Tisch gestellt zu bekommen, schämt sich der Deutsche bei der Bestellung eines Leitungswassers geradezu. Eine aktuelle Umfrage des Online-Reservierungsportals Bookatable befragte gut 1.500 Restaurantgäste und erhielt erstaunliche Ergebnisse. Gut 66 Prozent der Befragten würden im Restaurant kein Leitungswasser bestellen, da es ihnen zu fordernd erscheint. Österreicher und Schweizer sehen die Bestellung von Leitungswasser dagegen gelassener.

Trotz einer Vielzahl an neuen Erfrischungsgetränken wird zuhause oft die einfachste, preiswerteste und gesündeste Lösung - das Wasser aus der Leitung -  bevorzugt. Beim Restaurantbesuch sieht die Situation in Deutschland jedoch ganz anders aus. Mag es im Ausland wie z.B. in Großbritannien oder Australien selbstverständlich sein ein sogenanntes „Table Water“ zu Deutsch „Tischwasser“ vor der eigentlich Bestellung kostenfrei auf den Tisch gestellt zu bekommen, schämt sich der Deutsche bei der Bestellung eines Leitungswassers geradezu. Eine aktuelle Umfrage des Online-Reservierungsportals Bookatable befragte gut 1.500 Restaurantgäste und erhielt erstaunliche Ergebnisse. Gut 66 Prozent der Befragten würden im Restaurant kein Leitungswasser bestellen, da es ihnen zu fordernd erscheint. Österreicher und Schweizer sehen die Bestellung von Leitungswasser dagegen gelassener.

Mut zum Wasser aus der Leitung

Die aktuelle Bookatable Umfrage macht deutlich – die Bestellung von Leitungswasser bricht im deutschen Raum das Gesetz der Höflichkeit. Obwohl die Deutschen Wasser aus der Leitung im Restaurant eher vermeiden, sagen knapp 34 Prozent, dass sie es nicht schlimm fänden, wenn andere eine Leitungswasser Bestellung aufgeben würden. Knapp 24 Prozent würden es zwar nicht aktiv bestellen, diese Art von Extraservice vom Restaurant, besonders im Sommer, allerdings zu schätzen wissen. 

Die österreichischen Gäste sind hier weniger gehemmt: Lediglich 37 Prozent verzichten im Restaurant auf Leitungswasser. Ganze 69 Prozent der Befragten schätzt Leitungswasser zuhause und würde es deshalb auch im Restaurant bestellen. Die Schweizer sind da ähnlicher Meinung. 61 Prozent haben kein Problem mit einer Bestellung, während acht Prozent es kategorisch ausschließen.

Leitungswasser bezahlen? Aber dann bitte billig!

Ob der Gast nun bereit ist für das kühle Nass extra zu zahlen oder nicht – da scheiden sich die Geister zwischen Deutschen, Schweizern und Österreichern. Besonders die Österreicher (48 Prozent) sind der Meinung, dass dieses im Restaurant kostenfrei sein sollte. Die Wasserrechnung müssten die Gastronomen ja ohnehin zahlen und da würde ein weiteres Glas kaum ins Gewicht fallen. Bei den deutschen Gästen sehen das nur 41 Prozent der Befragten so und bei den Schweizern 28 Prozent.

Wenn Leitungswasser schon abgerechnet wird, dann sollte es allerdings auch weniger kosten als stilles Wasser aus der Flasche. Hier sind sich 49 Prozent aller befragten Gäste einig. Lediglich 21 Prozent sind bereit, ohne Murren den normalen Flaschenpreis auch für Leitungswasser zu zahlen. 

„Natürlich hat uns auch die Meinung der Gastronomen interessiert, sodass wir dazu 80 unserer Restaurantkunden befragten. 56 Prozent von ihnen sehen überhaupt kein Problem darin, ihren Gästen Leitungswasser kostenfrei zur Verfügung zu stellen“, sagt Thomas Bergmann, Sales Director bei Bookatable. „Besonders in Anbetracht des nahenden Sommers wünschen sich viele Gäste diese Geste von einem Restaurant. Darüber hinaus ist es auch wesentlich nachhaltiger als ausschließlich Wasser aus der Flasche auszuschenken. Da ist es erstaunlich, dass gut ein Drittel der befragten Gastronomen Leitungswasser gar nicht anbietet oder nur zu gewissen Bestellungen wie zum Espresso.“

„Was in anderen Ländern gang und gäbe ist, sollte auch in Deutschland selbstverständlich sein“, ergänzt auch Matthias Tritsch, Gründer der Plattform für nachhaltige Restaurants Greentable. „Unser Trinkwasser hat eine hervorragende Qualität und ist ein nachhaltiges Lebensmittel, weshalb wir und das Forum Trinkwasser der Meinung sind, dass es auf jede Getränkekarte gehört.“ Gemeinsam mit dem Forum Trinkwasser startet Greentable daher die Aktion „trink’ Wasser – frisch gezapft“. Unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Umweltministeriums wird im Landkreis Heidekreis in diesem Sommer aktiv Leitungswasser von Gastronomen angeboten. 

Weitere Informationen zur Aktion sind ab Juli unter folgenden Links zu finden:

www.forum-trinkwasser.de/service/aktuelles

www.greentable.de/initiativen/trinkwasser

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