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Still sitzen ist öde! Mit Kind und Kegel im Restaurant

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, Am 17/01/2017

Eltern haben es nicht leicht. Sobald erst einmal Kinder da sind, mutieren vorher normale Aktivitäten zu sozialen Experimentalstudien, die die Kapazitäten jedes promovierten Psychologen sprengen. So auch der Besuch im Restaurant. Suchten sie sich früher einfach ein Lokal aus, dass „irgendwie nett“ erschien oder vielleicht von Freunden empfohlen wurde, artet es nun in einen wahren Suchmarathon nach der geeigneten Location aus. Wo sind die lieben Kleinen willkommen? Bietet das Restaurant auch eine umfangreiche und gesunde Speisekarte für Kinder? Gibt es Beschäftigungsmöglichkeiten wie eine Spielecke im Lokal oder wenigstens einen Spielplatz in der Nähe? Wird das Restaurant hauptsächlich von szenigen Singles oder frisch verliebten Paaren besucht, die nichts als Groll hegen gegen wuselige Kinder, die nicht still sitzen können? Fragen über Fragen.

Eine aktuelle Bookatable-Befragung unter 500 Eltern zeigt auch, dass nur 20 Prozent regelmäßig einen Babysitter engagieren, um in Ruhe auswärts essen zu gehen. Ganze 59 Prozent der Eltern gehen schlicht wesentlich seltener aus.

Es kann ja auch schnell in puren Stress ausarten: 69 Prozent der Eltern befürchten einen Besuch im Restaurant nicht genießen zu können, weil die Kinder herumtoben, quengeln oder sogar mit Essen um sich werfen. Ein Viertel fürchtet auch die unverblümte Kritik der anderen Gäste, die sie sofort als schlechte Eltern abstempelt, wenn die Kinder kein vorbildliches Verhalten an den Tag legen. Ganz Unrecht haben Eltern mit diesen Befürchtungen nicht. Eine weitere Befragung durch Bookatable unter 500 kinderlosen Menschen ergab in der Tat, dass 65 Prozent Kinder in Restaurants störend finden. Sie wüssten hochwertiges Essen ohnehin nicht zu schätzen, seien laut, zerstörten das Ambiente, ganz zu Schweigen von ihren mangelnden Tischmanieren. Einige wenige gehen sogar soweit, Kinder in Restaurants völlig abzulehnen.  

Damit es erst gar nicht zu großen Auseinandersetzungen kommt, haben Eltern verschiedene Überlebensstrategien entwickelt, um ihren Nachwuchs zu bändigen. 47 Prozent handeln nach der „Sind sie beschäftigt, bleiben sie ruhig“-Methode. Darum haben sie immer ein paar Spielsachen dabei, damit sich die Kleinen nicht langweilen. Besonders beliebt sind inzwischen auch bei den ganz Kleinen technische Spielereien über das Smartphone, Tablet oder tragbare Spielekonsolen. Andere  Eltern greifen zu drastischeren Maßnahmen. Ein knappes Viertel scheut nicht davor zurück, den Kindern auch im Restaurant den Marsch zu blasen. Das dürfte dann wohl sehr zum Graus der restlichen Gäste passieren. Das denken sich wohl auch die 18 Prozent der Eltern, die ihre Kinder dann doch lieber mit vor die Tür nehmen, damit sie sich abreagieren können.

 

Und wie bringt man nun die Kinder dazu, auch im Restaurant gesund zu essen? Gut die Hälfte der Eltern gab an, dass sie sich da gar keine Gedanken zu machen bräuchten: Ihre Kinder würden von sich aus genug Obst und Gemüse essen. Die Glücklichen, werden sich da einige Eltern denken, die froh sein können, wenn sie eine einzelne Erbse in den Verdauungstrakt ihres Kindes manövrieren können. Die Unglücklicheren greifen da zu anderen Methoden. Besonders beliebt sind mundgerechte Häppchen nach dem Motto „Schön angerichtet ist halb gegessen“. Auch der gute alte „Ich misch es einfach unter das Lieblings-Essen, wenn sie nicht gucken“-Trick wird nur allzu gern genutzt. Wenn jedoch alle Stricke reißen, bleibt nur noch eins: Drohungen oder Lügen. Wer sein Lieblingsspielzeug behalten will, muss Broccoli essen, der verleiht ohnehin quasi supermanartige Kräfte, weswegen ihn die Kleinen auf jeden Fall essen sollten.

 

Wer sich immer noch unsicher ist, welches Restaurant denn nun am besten für den Familienausflug geeignet ist, kann auch einfach mal einen Blick auf diese Liste werfen:
Hier gibt es eine ganze Reihe von Restaurants, die bestens gerüstet sind für die kleinen und großen Bedürfnisse der Kinder.

 

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Alle Fotos in diesem Artikel (c) von Andy Tyler. Verwendung, Veröffentlichung oder Vervielfältigung nur mit ausdrücklicher Genehmigung. 

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