Genusszeit ohne Handy – DIE Challenge!

Geschrieben von Bookatable, am 12/02/2020

Das Smartphone ist mittlerweile zum ständigen Begleiter geworden, selbst wenn wir mit unseren Liebsten schick essen gehen. Hier summt es um Aufmerksamkeit, da dient es als Kamera oder ist gern genutztes Nachschlagewerk. Aber was, wenn wir das Telefon mal links liegen lassen und uns voll auf unser Gegenüber konzentrieren? Bookatable by TheFork hat zum Valentinstag ein Experiment mit 3 Paaren aus Hamburg gewagt!

Text: Bookatable by TheFork

Im Vorfeld des Valentinstags haben wir vor Kurzem drei Hamburger Paare zum Deluxe-Dinner in das Steakhouse meatery eingeladen. Ihre Challenge: Das Handy auf laut stellen, aber nicht darauf reagieren, obwohl beim Essen WhatsApp-Nachrichten und Anrufe eingehen. Jördis und Andreas (49 & 59 Jahre), Jennifer und Ted (42 & 28 Jahre) sowie Leila und David (27 & 31 Jahre) haben die Herausforderung angenommen.

Das Bookatable-Experiment
Foto: Jördis & Andreas © Bookatable by TheFork 

Sie haben für uns getestet, wie groß die Versuchung ist und das unter erschwerten Bedingungen. Denn: Eine Bookatable-Umfrage unter 1.700 Restaurantgästen hat ergeben, dass üblicherweise nur 2% der Deutschen ihren Handyton beim Auswärtsdinner angeschaltet haben. Immerhin 8% stellen es auf leise, während 42% sich für „lautlos“ entscheiden und 28% nutzen den Vibrations-Alarm. 

20% der Befragten gaben demgegenüber an, ihr Telefon ganz aus oder auf Flugmodus zu stellen. Wie steht es also um das Handy in Paarbeziehungen. Schenken wir ihm zu viel Aufmerksamkeit?


Sind Handys (zu) präsent in unseren Beziehungen?

„Meine Handynutzung geht schon ein bisschen über den guten Geschmack hinaus“, verrät Jördis. „Wenn wir abends ins Bett gehen sagt sie: ‚Schatz ich muss noch mal kurz ins BÜRO‘“, fügt ihr Freund Andreas hinzu. Ihr Handy sei ihr Leben. Der gelernte Kellner findet das aber gar nicht schlimm bei seiner Traumfrau, in die er sich vor acht Jahren auf den ersten Blick bei einem Gespräch über Schokolade verliebte. 

Das Bookatable-Experiment
Foto: Jenny & Ted © Bookatable by TheFork

Im gemeinsamen Beziehungsalltag erfüllt das Handy für unsere drei Paare ganz unterschiedliche Rollen, etwa als Tool zur Organisation. So stimmen Jenny und Ted gemeinsame Termine über den Kalender ab oder fragen sich kurzfristig per Nachricht, was der andere spontan am Abend vorhat. 

 „Bei uns beiden ist das Handy ständig in der Hand“, beschreibt Kandidatin Leila die Allgegenwart des Smartphones. Beruflich arbeitet sie als Fotografin und ist schon deshalb viel in den sozialen Medien unterwegs. Für sie und David als Paar ist das Smartphone vor allem Hauptkommunikationsmittel. „Gerade in den ersten Tagen unserer Beziehung war das sehr schön, weil ich viel weg war und wir jeden Tag manchmal bis zu fünf telefoniert haben“, lächelt sie.

Das Bookatable-Experiment
Foto: Leila & David © Bookatable by TheFork

Wenn der eine ständig am Handy hängt, während man zum Beispiel gemeinsam einen Film guckt, kann das aber natürlich auch mal nerven, bemerkt Ted. „Unangenehm ist es, wenn sich eine Person mit dem Handy ablenkt und die andere Person daran gar nicht beteiligt ist.“ Warum also nicht in gemeinsamen Genussmomenten, wie etwa einem romantischen Dinner, einfach mal die Finger vom Handy lassen?

Auch die vorausgegangene Bookatable-Umfrage vom Dezember 2019 belegt, dass es genau die Hälfte der Restaurantgäste nervt, wenn ihre Begleitung beim Essen ans Telefon geht. Aber wie einfach ist es im Umkehrschluss wirklich, der Versuchung zu widerstehen? „Oh mein Gott, was passiert da in meiner nicht so ganz realen Welt“, sorgt sich Jördis im Vorfeld der Bookatable-Challenge.  

Das Experiment: Was ist so schwer daran das Handy wegzulassen?

Beim Pärchen-Dinner wollen wir unsere Kandidaten nun auf die Probe stellen. Wir fahren gemeinsam von der Interview-Lounge ins Erdgeschoss des SIDE Hotels und machen nur noch mal eben schnell Pärchenfotos im Foyer. Mit dem Handy versteht sich, das soll ja später auf Instagram – kommt sicher richtig gut als Hintergrund dieser Glitzervorhang. Dann geht es zu Tisch in die meatery zum 3-Gänge-Menü, das für die Teilnehmer sicher köstlich sein, aber nicht ganz störungsfrei ablaufen wird. 

Meatery Hamburg Interior
Foto: meatery Hamburg © Seaside Hotels GmbH & Co. KG 

Denn: Unser Marketing-Team hilft von der Bar aus nach, falls die Handys nicht naturgemäß aktiv sind an diesem Dienstag. „Du siehst gut aus heute Abend“, schreiben wir Ted mit einem Grinse-Smiley, während wir uns über zartes Steak mit Sauce Bernaise hermachen. Jetzt noch ein Anruf bei Jördis, bevor die Dessertplatte mit lauwarmem Schokokuchen kommt. Und da ist noch dieses grüne Sorbet, was schmeckt wie ein Gin Basil Smash, aber Moment, wir müssen noch mal Leila „stören“, bevor sich das Dinner dem Ende zuneigt.  

Das Bookatable-Experiment
Foto: meatery Hamburg © Seaside Hotels GmbH & Co. KG 

Während des Essens filmen wir unsere Kandidaten natürlich nicht, damit die Situation für sie so authentisch wie möglich bleibt. Umso dringlicher stellt sich im Anschluss die Frage: Wie war’s für unsere Teilnehmer? „Ich hätte schon gerne zwei- bis dreimal das Handy gezückt, um ihm etwas zu zeigen, zum Beispiel Bilder, oder etwas nachzuschlagen“, sagt Fotografin Leila. 

Sie stützt damit ein weiteres Ergebnis aus der vorausgegangenen Bookatable-Umfrage: 60 % der Kulinarik-Fans möchten ihrer Begleitung etwas demonstrieren, wenn sie im Restaurant zu ihrem Telefon greifen. 

Das Bookatable-Experiment
Foto: meatery Hamburg © Bookatable by TheFork

„Aber ich glaube, es geht eigentlich auch ganz ohne und man kann die Handynutzung auch auf andere Zeiten legen,“ so Leila. Ein weiteres Problem an der Sache bringt ihr Freund David auf den Punkt: „Man hat das Gefühl, man verpasst was oder ist nicht informiert.“ Doch selbst Handy-Fan Jördis hat das Experiment an diesem Abend durchgehalten und war positiv von der Erfahrung überrascht – wäre da nur nicht die quälende Frage gewesen, ob etwas „Wichtiges“ auf dem Telefon eingeht. „Sie hat immer gesagt, ich guck mal von unten“, lacht Andreas. 

Auch für Jenny und Ted bleibt ein Rest Ungewissheit, ob es sich um einen Notfall handeln könnte, etwa bei den Eltern. „Bei mir sind das einzig Wichtige meine Mutter und mein Vater. Die sind beide etwas älter und wenn da etwas passiert, würde ich sofort aufspringen“, sagt Ted. Ansonsten genießen Jenny und er ihr Dinner aber lieber ungestört von Anrufen und Nachrichten. „Ich habe mich von Euch genervt gefühlt“, sagt Jenny bestimmt. „Wir haben das Handy sonst nie auf laut.“ 
 

Was ist die Lösung für eine glückliche Zeit zu zweit?

Würden die Teilnehmer des Bookatable-Experiments beim nächsten Restaurantbesuch etwas anders machen? „Ich würde ab jetzt super gerne das Handy beim Essen ganz weglassen. Wenn das Handy klingelt, ist da zwar immer der Impuls ranzugehen, aber wenn man den mal ignoriert, glaube ich, dass man eine viel bessere Zeit mit seinem Partner haben kann“, erklärt beispielsweise Leila. „Nicht rangehen und Social Media auch mal schlafen lassen“, sagt Jördis. „Aber ein Foto von dem Essen muss ich machen – allein schon aus Respekt vor dem Koch“, lacht sie.

Über eines sind sich alle Kandidaten der Aktion „Schau mir in die Augen, Kleines" einig: Die klaren Vorteile einer eingeschränkten Handynutzung liegen darin, dass man sich ohne Handy mehr auf das Wesentliche konzentriert. Ohne Ablenkung durch das Telefon ist man stärker im Moment und damit gedanklich mehr bei seinem Partner. Die Folge sind bessere Gespräche ohne Unterbrechungen – oder eben auch mal gemeinsames Schweigen. 

Und Hand aufs Herz: Gewisse Ausnahmen sind auch vollkommen okay, aber beschenkt Euren Schatz doch speziell zum Valentinstag mal mit einem handyfreien Dinner. Und teilt sehr gerne auch die Idee für mehr Wertschätzung mit weiteren Herzensmenschen. #ValenDinesDay

Das Video zu unser Aktion seht Ihr hier